Mapping
TRANSFORMATOR
Gedächtnis- & Transformatonsraum /
spominski & transformacijski prosto
Ein EU-Leader Projekt als Kooperation der Gemeinde Eisenkappel-Vellach / Železna Kapla-Bela & Verein / društvo a-ZONE
Die Initiative TRANSFORMATOR folgt den Inhalten der UNESCO-Definiton des kulturellen Erbes, das sich als Vermächtnis der Vergangenheit oder auch als Gedächtnis einer Region definiert, in der wir leben und die als unersetzliche Quelle des Lebens samt ihrer laufenden Transformationsprozesse auf die kommenden Generationen übertragen werden soll. Die Bewahrung des kulturellen Erbes und die Pflege des lokalen Gedächtnisses erfordern Anstrengungen und Engagement von der gesamten Gemeinschaft.
Region
Das Projekt TRANSFORMATOR richtet sein Augenmerk auf die Region Bad Eisenkappel/Železna Kapla und Umgebung, eine Region die durch ihr zweisprachiges Erbe geprägt ist, durch eine konfliktreiche Geschichte, die mit dieser Zweisprachigkeit zusammenhängt, durch eine verschwundene industrielle Geschichte und eine reichhaltige gegenwärtige Kunst- und Kulturproduktion. Es handelt sich um eine Region – zugleich Grenzraum und ein Raum der Verbindung und Übersetzung –, deren historische wirtschaftliche, kulturelle und soziale Topografie bis in die ehemaligen Stollen rund um den Hochobir im Nord-Westenund den Petzen im Osten reicht.

Sie reicht bis zu den ehemaligen Schmelzöfen in Žerjav/Scheriau, den verschwundenen Gattersägen in Mušenik, bis zu den nach wie vor bestehenden Eisenwerken in Ravne/Gutenstein, dem nach dem 2. Weltkrieg geschlossene Kurbad in Bad Vellach/Bela und dem bestehenden Vivea-Gesundheitshotel in Bad Eisenkappel/Železna Kapla, dem 2003 geschlossenen und nun zu Wohnungen umgebauten ehemaligen Hotel Obir, bis zur 1989 geschlossenen Zellstoffabrik Obir in Rechberg/Rebrca.
Die Region reicht bis zu den 1991 geschlossenen Stollen in Leše, bis nach Črna/Schwarzenbach, Mežica/Mießdorf, Prevalje/Prävaliund Dravograd/Unterdrauburg, aber auch bis Globasnitz/Globasnica und Bleiburg/Pliberk, bis ins Rosental/Rož, nach Galizien/Galicija und Sittersdorf/Žitara vas, Eberndorf/Dobrla vas,Völkermarkt/Velikovec und Neuhaus/Suha, sowie im Süden bis nach Solčava/Sulzbach und Jezersko/Seeland.
Es handelt sich also um eine Region, die von zahlreichen historischen Verbindungen wie von gesellschaftlichen, politischen Brüchen und Verlusten gekennzeichnet ist. vor allem ist die Region von gegensätzlichen historischen Erzählungen und Erinnerungskulturen geprägt, die mit diesen Brüchen und Verlusten verbunden sind. Sie sind ebenso Teil des kulturellen Erbes der Region wie die – besonders seit den 2000er Jahren bemerkbaren – umfangreichen Aktivitäten einer kulturellen Erneuerung.
Landschaft
Die Landschaft dieser Region ist wiederum geprägt von Tälern, Gräben und Bergen: die Vellach/Bela, der Leppen-Bach, Koprein-Bach, Lobnik- und Remschenik-Bach, Schaida- und Koschuta-Bach, Ebriach-Bach, aber auch die Savinja/Sulz, Meža/Mießund Kokra/Kanker; durch Berge wie die Koschuta/Košuta, den Hochobir/Ojstrc, die Topitza/Topica und die Oistra/Ojstra, durch den Kärntner Storschitz/Pristovnikov Storžič, den Petzen/Peca und die Raduha, durch die Uschowa/Olševa, die Kočna/Kotschna und die Steiner Alpen/Kamniške Alpe.

Die Gräben, steilen Hänge und Sattel waren über Jahrhunderte landwirtschaftlich genutzt und von Holzeinschlägen durchzogen; die Viehhaltung hat schließlich den Ackerbau verdrängt. Doch die Gräben und Hänge waren auch von Transport- und Pilgerwegen, Schmugglerrouten und Partisanenwegen durchzogen – ein Netzwerk auch des wirtschaftlichen und kulturellen Austauschs. Nachdem der Bergbau in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts völlig zum Erliegen kam ist heute die Holzwirtschaft neben dem Tourismus eine der wichtigsten wirtschaftlichen Einnahmequellen der Region. Ein Großteil des Gebiets gehört heute zum Geopark Karawanken/Karavanke, und Wanderrouten des Karawankentrails folgen den alten Wegen bis zu Uršlja gora im Osten und zum Košutnikov turm im Westen und zeugen von einer jetzt touristischen Aneignung dieser Landschaft und ihrer Geschichte.
Landschaft lesen
Seit Herbst 2021 stellt der Verein a-Zone die Pečnik-Wiese/Pečnikov travnik in einem Seitengraben (Leppen/Lepena) bei Bad Eisenkappel/Železna Kapla ins Zentrum eines künstlerischen Forschungsprojekts, in das zahlreiche Expert:innen, Künstler:innen, Nachbar:innen und Anrainer:innen eingebunden sind. Ausgehend von den Ergebnissen und Erfahrungen dieses Langzeitprojekts wird der Forschungsbereich durch das Projekt TRANSFORMATOR erweitert, der Blick durchstreift von der Wiese aus die Region, um ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, welche Geschichte und welches Potenzial die Wiese immer schon umgeben hat und bis heute umgibt.
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Kulturelles Erbe und Gedächtnis
Kulturelles Erbe ist wie Erinnerungskultur und kulturelles Gedächtnis durchaus selektiv – sie alle bewahren und unterdrücken zugleich, heben hervor und drängen zurück, sie modellieren, konstruieren und de-konstruieren, sie bestätigen und widerlegen, sie sprechen und schweigen, sie erzeugen Sichtbarkeit und bringen Ereignisse zum Verschwinden. Kulturelles Erbe ist also immer mit einer Geschichtserzählung verknüpft, die auch eine Geschichte von Machtverhältnissen ist, die darüber entscheiden, was als Teil einer Erinnerung oder Kultur tradiert werden soll und was nicht. Obwohl eine Asymmetrie des Einflusses zwischen den Erzählungen der Mehrheit und jenen der Minderheit besteht, erzeugen beide durch die Teilhabe an einem bestimmten kulturellen Erbe auch konkrete Gemeinschaften. In gewisser Weise erscheint es geradezu so, als würden sie sich gegenseitig bedingen, um ihren Erzählungen einen plausiblen Rahmen der Abgrenzung zu geben.

Gerade in dieser Weise beeinflussen tradierte Erzählungen als für die jeweilige »Community« etabliertes kulturelles Erbe aber auch die Möglichkeiten für die Mitglieder dieser Gemeinschaften, innerhalb dieser Erzählungen eigene – oder gar abweichende – Handlungsoptionen zu entwickeln. Dies gilt sowohl für Erzählungen der Mehrheit als auch für jene der Minderheit. Insofern steht die Frage nach dem kulturellen Erbe unausweichlich mit der Frage nach dem Entwurf möglicher Identitäten in Zusammenhang, die möglich erscheinen oder als ausgeschlossen gelten. Mit der Frage nach dem kulturellen Erbe einer Region berührt das Projekt also auch die Frage danach, wer was sein und bedeuten kann innerhalb dieses Erbes, welche gesellschaftlichen Rollen dieses Erbe bereithält oder eben nicht.
Kulturelles Erbe ist also nicht einfach vorhanden, um tradiert zu werden, es muss in – teilweise sicherlich konfliktreichen – Auseinandersetzungen überhaupt erst »erzeugt« werden. Das Projekt TRANSFORMATOR wagt den Schritt, teilweise weit auseinanderliegende Erinnerungen, Fakten, Erkenntnisse und Erzählungen zusammenzutragen, um einen Raum für eine solche Auseinandersetzung bereitzustellen.
Ziele
In den TRANSFORMATOR fließen Ergebnisse aus laufenden kulturhistorischen und künstlerischen Programmen ein, Forschungen und Materialien von weiteren regionalen Initiativen und Einrichtungen wie dem Museum Peršman, dem slowenischen Kulturverein Zarja, der Galerie Vorspann/Galerija Vprega oder auch der Topothek werden berücksichtigt, ökologische Fragestellungen kommen hinzu, Ergebnisse zu Familienforschungen, Objekte aus lokalhistorischen Sammlungen (Bedi Boehm Besim, Tomi Ošina), Beispiele der ungewöhnlich dichten literarischen Landschaft (Literaturklasse der Ljudska šola Lepena/Volksschule Leppen) und auch Projekte lokaler Künstler:innen der Region – u. a. Nežika Novak, Norbert Klavora, Gregor Pokorny, Susanne Kubelka, Dirk Schilling, Karl Vejnik, Sibylle von Halem, Thomas Nečemer, Ferid Böhm-Besim – im Dialog mit überregionalen Positionen treten hinzu.
Der TRANSFORMATOR erfindet im Grunde nichts Neues, das Projekt trägt als Entwurf eines Archivs des (regionalen) Gedächtnisses allerlei weit verstreutes Material aus Forschung und Literatur vor allem der letzten beiden Jahrzehnte zusammen. Dabei folgt es verschiedenen Spuren der Geschichte dieser Region, verknüpft lokales Wissen und Erinnerung mit Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung, mit künstlerischen Interventionen und mit den vielfältigen kulturellen Aktivitäten der Gegenwart vor Ort.
Für den Entwurf dieses Archivs werden verschiedene Querschnitte oder Schwerpunkte gebildet, die bestimmte Felder wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Aktivitäten gleichzeitig durchqueren und bündeln (z.B. Bildung, Arbeit, Literatur). Diese als »Fenster« bzw. »Räume« bezeichneten Felder, die sich im Alltag selbstverständlich überlagern, werden dennoch als jeweils roter Faden für unterschiedliche Zusammenhänge herangezogen. Es handelt sich dabei um
Geschichts- und Erinnerungsraum
Bildungsraum
Arbeits- und Werkraum
Landschafts- & Lebensraum
Nachbarschaftsraum
Erlebnis- und Erholungsraum
Kultur- und Traditionsraum
Literaturraum
Kunstraum
Forschungsraum
Entlang dieser verschiedenen gesellschaftlichen und ökologischen Räume versucht das Projekt TRANSFORMATOR eine Art »historisches und aktuelles Mapping« zu erstellen, eine Vermessung, aber auch eine Montage von Geschichte und Gegenwart, die Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten, Erinnertes und Vergessenes, Dominantes und Marginales und damit – teilweise umstrittene – kollektive kulturelle Gedächtnisse neu arrangiert und sowohl für die Bewohner:innen wie für die Gäste der Region zugänglich machen möchte. Er versteht sich als Ergänzung zu den etablierten kulturellen Einrichtungen im Ort Bad Eisenkappel/Železna Kapla und soll die Dynamik der kulturellen Belebung des Ortes wie auch das der Region verstärken.
Karl-Markus Gauß schreibt in seiner Rede zur Befreiung des Lagers Ebensee im Mai 2023: »Es ist an uns, die Dokumente nicht nur zu sammeln und zu archivieren, sondern bereitzuhalten, bereitzustellen; bereitzustellen für alle, die willens sind, sich mit ihnen konfrontieren zu lassen und auseinanderzusetzen (…)«. Eine solche Form der Auseinandersetzung möchte das Projekt TRANSFORMATOR in Gang setzen …
Pilotpartner:
Lepenska šola / Alpe-Adria Universität Klagenfurt / Inštitut Roberta Musila
Atelierhaus / Saal BELA ter umetniki doline Bele
Slovensko prosvetno društvo Zarja
Topoteka Železna Kapla–Bela / Topothek Eisenkappel–Vellach
Društvo / Verein Peršman
Društvo Kino Kreativ: Galerija Vorspann / Galerija Vprega
Lepenska šola – društvo za ohranitev podeželja / Verein zur Erhaltung des ländlichen Raumes
Društvo / Verein a-ZONE
TRANSFORMATOR
Prostor spomina in preobrazbe /
Gedächtnis- & Transformationsraum
Leader projekt v sodelovanju z občino Železna Kapla – Bela in z društvom a – ZONE
Projekt EU-LEADER v sodelovanju Občine Železna Kapla–Bela / Gemeinde Eisenkappel–Vellach in društva a-ZONE. Projektna pobuda TRANSFORMATOR sledi vsebinski UNESCO definiciji o kulturni dediščini, ki jo razume kot zapuščino preteklosti oziroma kot spomin prostora, v katerem živimo, kot nenadomestljiv vir življenja z vsemi njegovimi nenehnimi procesi preobrazbe, ki naj bi se prenašali na prihodnje rodove. Ohranjanje kulturne dediščine in skrb za lokalni spomin zahtevata trud in zavzetost celotne družbe.
Regija
Projekt TRANSFORMATOR usmerja svoj pogled v območje Železne Kaple – Bele / Eisenkappel-Vellach in njeno okolico – v regijo, ki jo zaznamuje dvojezična dediščina, nemirna in prelomna zgodovina, povezana prav s to dvojezičnostjo, izginula industrijska preteklost ter bogata sodobna umetniška in kulturna ustvarjalnost. Gre za prostor – hkrati obmejni in povezovalni, prostor prevajanja in prehajanja –, katerega gospodarska, kulturna in družbena topografija sega daleč v nekdanje rudnike pod Ojstrcem / Hochobir na severozahodu in Peco / Petzen na vzhodu.

Sledi te regije vodijo do nekdanjih talilnic v Žerjavu / Scheriau, do izginulih žag v Mušeniku, do še delujočih železarn v Ravnah / Gutenstein, do po drugi svetovni vojni zaprtih zdravstvenih kopališč v Beli / Bad Vellach, do današnjega zdraviliškega hotela Vivea v Železni Kapli / Bad Eisenkappel, pa tudi do leta 2003 zaprtih in v stanovanja preurejenih prostorov nekdanjega Hotela Obir in do leta 1989 zaprte tovarne celuloze Obir v Rebrci / Rechberg. Ta regija sega vse do leta 1991 zaprtih rovov v Lešah, do Črne / Schwarzenbach, Mežice / Mießdorf, Prevalj / Prävali in Dravograda / Unterdrauburg, pa tudi do Globasnice / Globasnitz in Pliberka / Bleiburg, v Rož / Rosental, Galicijo / Galizien, Žitaro vas / Sittersdorf, Dobrlo vas / Eberndorf, Velikovec / Völkermarkt in Suho / Neuhaus, ter vse do juga – do Solčave / Sulzbach in Jezerskega / Seeland. To je torej regija, stkana iz številnih zgodovinskih povezav, pa tudi iz družbenih in političnih prelomov ter izgub. Predvsem pa je to regija nasprotujočih si zgodovinskih pripovedi in spominskih kultur, ki so neločljivo povezane s temi prelomi in izgubami. Vse to je del njene kulturne dediščine – tako kot so to tudi, posebej od začetka 2000-ih let naprej, obsežne pobude kulturne prenove.
Pokrajina
Pokrajino te regije oblikujejo potoki, doline, grape in gore: Bela / Vellach, Lepena / Leppen, Koprivna / Koprein, potoki Lobnik / Lobnig, Remšenik / Remschenig in Šajda / Schaida ter Košuta / Koschuta, Obirski potok / Ebriach, pa tudi reke Savinja / Sulz, Meža / Mieß in Kokra / Kanker. Obdajajo jih gore: Košuta / Koschuta, Ojstrc / Hochobir, Topica / Topitza in Ojstra / Oistra, Pristovnikov Storžič / Kärntner Storschitz, Peca / Petzen in Raduha, Olševa / Uschowa, Kočna / Kotschna ter Kamniške Alpe / Steiner Alpen.

Te grape, strma pobočja in sedla so bila skozi stoletja kmetijsko obdelovana in prepredena z gozdnimi sečnjami; živinoreja je sčasoma izrinila poljedelstvo. A iste poti in pobočja so prečkali tudi trgovci, romarji, tihotapci in partizani – razvejeno omrežje gospodarskih in kulturnih izmenjav. Ko je rudarstvo v prvih desetletjih 20. stoletja popolnoma zamrlo, sta gozdarstvo in turizem postala ena najpomembnejših gospodarskih dejavnosti v regiji. Velik del območja danes spada pod Geopark Karavanke / Karawanken, in poti Karavanškega pohodniškega koridorja (Karawankentrail) sledijo starim stezam – od Uršlje gore na vzhodu do Košutnikovega turma na zahodu – ter pričajo o novi, turistični prisvojitvi te pokrajine in njene zgodovine.
Brati pokrajino
Od jeseni 2021 društvo a-ZONE postavlja Pečnikov travnik / Pečnik-Wiese v stranski dolini Lepene / Leppen, blizu Železne Kaple / Bad Eisenkappel, v središče umetniško-raziskovalnega projekta, v katerega so vključeni številni strokovnjaki, umetniki, sosedje in krajani. Izhajajoč iz spoznanj in izkušenj tega dolgoročnega projekta, se raziskovalno polje zdaj skozi projekt TRANSFORMATOR širi – pogled z travnika se razteza čez celotno regijo, da bi pridobili globlje razumevanje, kakšne zgodbe in kakšen potencial so ta travnik vedno že obdajali – in ga še danes obdajajo.
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Kulturna dediščina in spomin
Kulturna dediščina – tako kot kultura spomina in kulturni spomin – je vedno selektivna. Vse te oblike hkrati ohranjajo in potiskajo v pozabo, izpostavljajo in zakrivajo, oblikujejo, konstruirajo in razgrajujejo, potrjujejo in spodbijajo, govorijo in molčijo, ustvarjajo vidnost in povzročajo izginotje dogodkov. Kulturna dediščina je zato vedno prepletena z zgodbo o zgodovini – in ta zgodba je obenem zgodba o razmerjih moči, ki odločajo, kaj bo ohranjeno kot del spomina ali kulture – in kaj bo izključeno. Čeprav obstaja asimetrija vpliva med pripovedi večine in pripovedi manjšine, obe skozi udeležbo pri določenem kulturnem izročilu ustvarjata konkretne skupnosti. Na nek način se zdi, kot da se medsebojno pogojujeta, da bi svojim pripovedim dali prepoznaven okvir razlikovanja.

Prav na ta način tradicionalne pripovedi kot kulturna dediščina, uveljavljena v posamezni »skupnosti«, vplivajo tudi na možnosti članov teh skupnosti, da znotraj teh pripovedi razvijejo lastne – ali celo drugačne – možnosti delovanja. To velja tako za pripovedi večine kot tudi za pripovedi manjšine. V tem smislu je vprašanje kulturne dediščine neizogibno povezano z vprašanjem oblikovanja možnih identitet, ki se zdijo možne ali pa se štejejo za izključene. Z vprašanjem kulturne dediščine regije se projekt dotika tudi vprašanja, kdo lahko kaj je in kaj pomeni znotraj te dediščine, katere družbene vloge ta dediščina ponuja ali pa ne. Kulturna dediščina torej ni preprosto prisotna, da bi se prenašala, ampak jo je treba najprej »ustvariti« v – deloma zagotovo konfliktnih – razpravah. Projekt TRANSFORMATOR si upa zbrati deloma zelo različne spomine, dejstva, spoznanja in pripovedi, da bi ustvaril prostor za takšno razpravo.
Cilji
V TRANSFORMATOR se stekajo rezultati tekočih kulturno-zgodovinskih in umetniških programov, raziskave in gradiva drugih regionalnih pobud in ustanov – med njimi Muzej Peršman, Slovensko prosvetno društvo Zarja, Galerija Vorspann / Galerija Vprega ter Topoteka. Dodajajo se ekološka vprašanja, rezultati družinskih raziskav, predmeti iz lokalnozgodovinskih zbirk (npr. Bedi Boehm Besim, Tomi Ošina), primeri izjemno goste literarne pokrajine (literarni razred Ljudske šole Lepena / Volksschule Leppen) ter projekti lokalnih umetnikov in umetnic iz regije, ki vstopajo v dialog z nadregionalnimi ustvarjalci. TRANSFORMATOR v resnici ne izumlja nič povsem novega – projekt združuje razpršeno gradivo iz raziskav in literature zadnjih dveh desetletij, sledi različnim potem zgodovine te regije, povezuje lokalno znanje in spomin z rezultati znanstvenih raziskav, z umetniškimi posegi in z mnogoterimi kulturnimi dejavnostmi sedanjega časa. Za zasnovo tega arhiva se oblikujejo različni prečni prerezi oziroma poudarki, ki hkrati prečkajo in povezujejo določena polja gospodarskih, družbenih in kulturnih dejavnosti (npr. Izobraževanje, delo, literatura). Ta polja, imenovana »okna« oziroma »prostori«, se v vsakdanjem življenju seveda prekrivajo, a kljub temu služijo kot rdeča nit za različne vsebinske povezave.
Gre za …
prostor zgodovine in spomina
izobraževalni prostor
prostor dela in ustvarjanja
pokrajinski in življenjski prostor
soseski prostor
prostor doživetij in počitka
kulturni in tradicionalni prostor
literarni prostor
umetniški prostor
raziskovalni prostor
Po teh različnih družbenih in ekoloških prostorih poskuša projekt TRANSFORMATOR ustvariti nekakšno »zgodovinsko in sodobno kartiranje« – merjenje in hkrati montažo preteklosti in sedanjosti, ki na novo razporeja vidno in nevidno, spomin in pozabo, prevladujoče in obrobno – ter tako ustvarja prostor za (deloma sporno) skupno kulturno spominjanje, katerega želi približati tako prebivalcem kot gostom regije. Projekt se razume kot dopolnitev obstoječih kulturnih ustanov v kraju Železna Kapla / Bad Eisenkappel in želi okrepiti dinamiko kulturnega oživljanja tako kraja kot širše regije. Karl-Markus Gauß je v svojem govoru ob obletnici osvoboditve taborišča Ebensee maja 2023 zapisal: »Od nas je odvisno, da dokumentov ne le zbiramo in arhiviramo, temveč jih tudi hranimo pripravljene – pripravljene za vse, ki so voljni se z njimi soočiti in jih vzeti za izhodišče razmisleka (…).« Prav takšno soočanje in poglabljanje želi sprožiti projekt TRANSFORMATOR …
Pilotni partnerji
Lepenska šola / Alpe-Adria Universität Klagenfurt / Inštitut Roberta Musila
Atelierhaus / Saal BELA ter umetniki doline Bele
Slovensko prosvetno društvo Zarja
Topoteka Železna Kapla–Bela / Topothek Eisenkappel–Vellach
Društvo / Verein Peršman
Društvo Kino Kreativ: Galerija Vorspann / Galerija Vprega
Lepenska šola – društvo za ohranitev podeželja / Verein zur Erhaltung des ländlichen Raumes
Društvo / Verein a-ZONE
